Ann Christin Schulte-Wess - Die Viehhändlersprache in Westfalen und im nördlichen Rheinland

 

Seit alters her sprechen die Viehhändler bei ihren Geschäften eine eigene Sprache, die beim Handel und beim Feilschen um das Vieh auch eingesetzt wurde, um Dritte von der Verständigung auszuschließen. Die Wörter stammen überwiegend aus dem Jüdischdeutschen: Was schuckt die Pore? "Was kostet die Kuh?". Manche dieser Wörter sind heute in die Umgangssprache eingegangen: Zossen 'Pferd'; Katzoff 'Schlachter'. Dieses Buch beruht auf Befragungen von Viehhändlern in Westfalen und im nördlichen Rheinland. Mit dieser Dokumentation soll ein sprach- und kulturhistorisch wichtiges Phänomen, das mit dem Niedergang der Viehmärkte allmählich verschwindet, für die Nachwelt erhalten werden.